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Umweltinformationsbörse in Darmstadt

Samstag den 24.August 2013. Auf den Darmstädter Luisenplatz hatte die Stadt Darmstadt zur alljährliche Umweltinformationsbörse geladen. Mit vielen Ständen darunter auch einzelner Umweltverbände war der Vorplatz zum Einkaufcenter belegt.

Wie in der Vergangenheit beteiligte sich auch dieses Jahr wieder die NABU Gruppe Darmstadt und einige Mitglieder aus dem KV an dieser Ausstellung. Die Voraussetzungen waren optimal, denn das Wetter spielte mit, eine Grundvoraussetzung für eine Veranstaltung im Freien. Denn bei Regen und Kälte bleibt kaum jemand an einem Stand stehen um sich zu Informieren.

Am NABU Stand waren für die Kinder wieder einige Mikroskope aufgestellt worden. Hier konnten sie verschiedene Dinge wie Fledermauskot oder Käfer mal genauer unter die Lupe nehmen. Stellwände mit Plakaten, und ein Holzstamm mit Nisthilfen sollten die vorbeilaufenden Menschen über interessante Naturschutzangelegenheiten informieren. Doch das allerwichtigste ist bei solch einer Veranstaltung die Aufklärung im Gespräch. Es ist erschreckend wie wenig einige Erwachsene und besonders schulpflichtige Kinder über Naturschutz und die Vögel die mit uns leben was wissen oder wie sie überhaupt heißen. Ein aufgestelltes Glücksrad mit aufgeklebten Bildern, von Vögeln die bei uns ständig vorkommen verdeutlichte dieses Defizit. Es war wirklich erschreckend. Nur wenige konnten bei richtiger Beantwortung der Fragen einen Gewinn mitnehmen.

Und natürlich kommen bei solch einer Veranstaltung auch Kritiker an den Stand, die hören wollen wie sich der NABU zu aktuellen Themen wie Energie, Windkraft und regionalen Umweltproblemen stellt. Es ist nicht immer ganz einfach solche Leute zu überzeugen oder ihnen die passende Antwort auf ihre Fragen zu geben.

Doch am Ende der Veranstaltung waren sich alle Helfer einig, es war wieder eine gelungene Vorstellung.

Infostand der NABU Gruppe Darmstadt

Bildmaterial v. H.Schnur

 

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Rundgang auf der Griesheimer Düne

Sonntag den 25.August 2013. Für den Landfrauenverein aus Goddelau/Riedstadt wurde ein Wunsch wahr. Sie bekamen die Möglichkeit an einer Exkursion auf der Griesheimer Düne teilzunehmen. Nachdem der Termin zwischen dem NABU KV Darmstadt und den Frauen feststand, konnte das Treffen am Sonntagmorgen stattfinden.

Nach der Begrüßung aller Teilnehmer und einer kurzen Erläuterung was eigentlich in diesem Gebiet zu sehen ist, ging es auf die Strecke. Gleich viel ein paar Teilnehmern auf, das kaum Singvögel in den Bäumen zu hören oder zu sehen waren. Grund hierfür war die Zeit als auch das durchwachsene Wetter. Dafür war aber die „Flora“ auch Pflanzenwelt genannt umso ergiebiger zu bewundern. R. Stürz vom Pflegehof und NABU Mitglied, er sollte die Führung leiten, erklärte den anwesenden Damen und Herren ausführlich und beeindruckend welche Seltenheiten an Pflanzen und vereinzelt auch Tiere in diesem Gebiet vorkommen. Manche Pflanzenarten sind Europaweit nur noch hier oder in zwei drei anderen Staaten zu finden. Und es sind Pflanzen oder Pflänzchen die der Laie am Weg übersehen oder als Unkraut ausmachen würde. Wobei es eigentlich keine Unkräuter gibt. Jede Pflanze hat seine Bestimmung. Und zu jeder Pflanze gehört ein Tier oder Insekt, also etwas, das eine Art Symbiose bildet um beides weiter existieren zu lassen. Ein gutes Beispiel das jeder kennt, sind die Bienen und Blüten. Das eine ist von dem anderen abhängig. Hier in der Düne von Griesheim sind die Gräser und Pflanzen der ausschlaggebende Punkt. Eine jährliche Pflege gehört auch dazu. Und um eine Naturschutzgerechte und Arterhaltende Pflege dieser Gebiete zu gewährleisten geht R. Stürz mit seinen Schafen und Eseln einige Male im Jahr zu festgelegten Zeitpunkten in die Flächen. Die Tiere fressen dann in abgegrenzten Bereichen die Pflanzen nieder. Eine Verbreitung von Samen in andere Gebiete, auch Impfung genannt geht ganz automatisch über das Fell oder die Wolle der Tiere. Ein Abmähen mit der Hand und den Abtransport von Schnittgut in geeignete Gebiete erübrigt sich somit. Auch anderes Getier, so Stürz würde von den Schafen oder Eseln sozusagen als blinder Passagier mitgenommen werden. Für die Teilnehmer war das alles ganz neu. Nun, am Ende der Strecke hatten die Damen und Herren Eindrücke aufnehmen können, von einem Gebiet von dem sie schon mal was gehört haben, aber nie wie es wirklich entstanden ist oder aussieht, davon konnte sich keiner ein Bild machen.

Ich denke dies war für alle Interessierten ein gelungener und informativer Vormittag.

Nach guten zwei Stunden an Laufzeit durch das Gebiet, waren einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann froh wieder am Ausgangspunkt angekommen zu sein. Das Wetter hatte sich auch verschlechtert, es Regnete leicht, sodass zum Schluss alle froh waren halbwegs trocken ins Auto steigen zu dürfen.

Bilder von der Exkursion

Die unteren Bilder zeigen eine Raupe vom Wolfsmilchschwärmer (ca. 10cm)

Bildmaterial v. H.Schnur


Erneuter Rundgang auf der Griesheimer Düne

Sonntag den 22.September 2013. Erneute Führung auf der Griesheimer Düne. Diesmal fragte die NABU- Gruppe Groß-Gerau an, ob es noch möglich wäre in diesem Jahr eine Führung zu bekommen. Unser bewährter Experte für dieses Gebiet Reiner Stürz sagte zu, und so konnte die Gruppe per Fahrrad aus Groß-Gerau anreisen.

An diesem Wochenende musste nicht mit Regen gerechnet werden sodass die Teilnehmer mit ihrer Sommerbekleidung ankamen. Leider waren an diesem Sonntagmorgen noch weniger Vögel unterwegs. Ein paar Dohlen hörte man in der ferner, und Mehlschwalben überflogen niedriges Gehölz um nach Nahrung zu jagen.

Den Teilnehmern präsentierte R. Stürz die Prachtvolle Landschaft und natürlich die am Wege wachsenden Pflanzen. Sie sind die eigentlichen Stars in diesem Gebiet. Für diese Pflanzen wird viel für ihren Erhalt getan.  Denn einige Arten kommen tatsächlich nur noch hier oder vielleicht in Osteuropa vor.

Daher muss alles getan werden das diese Gebiete unter völligem Schutz stehen und auch weiterhin geschützt werden. Hier darf sich auf keinen Fall die Landwirtschaft breit machen, und besonders nicht ein Baugebiet entstehen. Auch wenn Wohngebiete für die Menschen von Nöten sind. Hier an diesem einzigartigen Gebiet ist Schluss mit Erschließung. Das sind wir der Natur und unserer Nachwelt schuldig.

Bilder von der Exkursion

Die unteren Bilder zeigen die Landschaft und zwei Ameisenhaufen der Waldameise

Bildmaterial v. H.Schnur