NABU Gruppe Ober-Ramstadt

Vorsitzender: Wolfgang Reimuth

 

Neue Siedlung 11a

64372 Ober- Ramstadt

Tel:  06154 630652

E-Mail:   familie.reimuth@t-online.de

oder:     NABU-Ober-Ramstadt@t-online.de  

 

                                                                                                                            Homepage der Gemeinde: www.ober-ramstadt.de 


Die NABU Gruppe Ober-Ramstadt ist in vielen Bereichen sehr aktiv. Die knapp 190 Mitglieder zählende Gruppe am Tor des vorderen Odenwaldes hat sich dem Schutz von Vögeln, Fledermäusen, Insekten und Amphibien verschrieben. Zu den vordringlichsten Aufgaben gehören zudem die Pflege und Weiterentwicklung von  naturnahen Biotopen in der Gemarkung Ober-Ramstadt. So wurde z.B. in der Feldgemarkung ein Rebhuhn Biotop durch die Anpflanzung von geeigneten Sträuchern angelegt, um dieser vom Aussterben bedrohten Art zu helfen.

 

Weiterhin wird die jährliche Hochstammobstbaumaktion des NABU- Kreisverbandes schon seit 30 Jahren von Ober-Ramstadt aus organisiert. Durch eine Großbestellung bei einer Baumschule können so Bäume inklusive Pflanzpfahl und Verbiss Schutz sehr günstig erworben werden. In diesem Jahr wurde die Rekordzahl von ca. 600 Bäumen bestellt, die am 09.11.2019 wie in den letzten Jahren auf dem Aussiedlerhof bei Bernhards in Ober-Ramstadt  zur Abholung bereitstehen.


AKTUELL

Feuersalamander an Bahnstrecke bei Ober-Ramstadt in Gefahr

                                         Feuersalamander in Gefahr

 

Dieser schöne Lurch ist den meisten Menschen vor allem durch sein prägnantes Aussehen bekannt. Sein Körper ist von einer tiefschwarzen und glänzenden Haut bedeckt, die von leuchtend gelben oder orangefarbigen Flecken übersät ist. Feuersalamander sind nachtaktive Tiere, aber auch tagsüber nach Regenschauern zu entdecken. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt etwa 25 Jahre. Er gehört zu den stark gefährdeten Arten und steht deshalb auf der „Roten Liste“.  

Sicherlich haben viele von Ihnen schon lange keinen Feuersalamander mehr gesehen. Wie schön ist es da, dass es ihn in Ober-Ramstadt noch manchmal zu sehen gibt. Wie traurig, wenn er auf einem eigentlich für den Verkehr gesperrten Feldweg so oft unter die Räder kommt.

Bereits im letzten Jahr wurde dem NABU berichtet, dass auf dem asphaltierten Feldweg direkt hinter dem Bahnübergang in der Ammerbachstraße in Richtung Dilshofen mehrfach Feuersalamander tot aufgefunden wurden.

Bei einer Ortsbesichtigung in der ersten Maiwoche fanden wir gleich drei überfahrene und vertrocknete Exemplare. Die Salamander sind wohl am angrenzenden Bahndamm „zu Hause“ und vor allem nachts oder nach Regen auf dem Weg unterwegs, um sich auf dem noch warmen Asphalt zu wärmen oder Futter zu finden.

Leider nutzen einige Mitbürger diesen Weg auch als „Schleichweg“ in Richtung Dilshofen. Wir bitten Sie deshalb darum, die offiziellen Verkehrswege zu nutzen. Anlieger mit berechtigten Interessen darum, hier besonders vorsichtig zu fahren. Sie kennen jemanden, der dort fährt? Sprechen Sie ihn bitte persönlich an. Insbesondere bei Dunkelheit oder nach Regenschauern besteht Gefahr für den Salamander. Eine Sperrung des Weges durch eine Schranke wurde durch die Stadtverwaltung leider abgelehnt. So bleibt uns nur der Appell an Ihre Achtsamkeit.

Schenken Sie unserem „Lurchi“ eine Überlebenschance an den wenigen Plätzen, wo er noch zu finden ist.

       DANKE!


Schwalbenfreunde gesucht

Hausbesitzer können sich und ihr Heim auszeichnen lassen

Ober-Ramstadt.: In Hessen gibt es immer weniger Schwalben. Mit der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ will der NABU diesem Trend entgegenwirken und zeichnet auch in 2016 wieder Menschen und Häuser aus, bei und an denen die Glücksbringer willkommen sind. Jedes Jahr kehren Schwalben und Mauersegler aus den afrikanischen Überwinterungsgebieten heim, um hier zu brüten. Vielerorts ist dann ihr Gezwitscher in der Nähe von Häusern, Schuppen und Ställen zu hören. Nicht immer sind sie willkommen, doch noch gibt es viele Menschen, die sich über das Glück freuen, dass die Schwalben sprichwörtlich an ihre Häuser bringen. Zusammen mit seinen Kreis- und

Stadtverbänden zeichnet der NABU schwalbenfreundliche Hausbesitzer und ihre Immobilie mit einer Plakette aus.

Denn so zahlreich wie früher sind die Schwalben nicht mehr. Ihre Zahl geht seit vielen Jahren zurück, auch hier in Hessen. Eine der Ursachen ist der fortschreitende Verlust von Nistmöglichkeiten. Während früher in jedem Kuhstall Platz für mehrere Rauchschwalbenpaare war, sind heute viele Viehställe verschlossen – sofern es sie überhaupt noch gibt. Nicht asphaltierte Feldwege und Hofeinfahrten, ideale Orte für die Schwalben, um feuchten Lehm für den Nestbau zu sammeln, sind heute eine Seltenheit. Mehlschwalbennester fallen den teilweise überzogenen Hygienevorstellungen einiger Hausbesitzer zu Opfer und werden nicht selten illegal von der Hauswand entfernt. Lange kalte Winter tun das Ihrige dazu. Mit der Aktion "Schwalbenfreundliches Haus" hofft der NABU dazu beizutragen, die Akzeptanz für Schwalben und ihre Nester in der Nähe des Menschen zu erhöhen sowie bestehende Quartiere zu erhalten und neue zu schaffen. Menschen, die sich für Schwalben engagieren und an ihren Häusern dulden, werden vom NABU Kreisverband Darmstadt e.V. deshalb mit einer Plakette

„Schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet. Bewerben können sich Hausbesitzer, die das Brut- Geschehen der wendigen Flugkünstlern und Sommerboten dulden und fördern, ganz gleich, ob es sich bei dem Gebäude um ein Wohnhaus, Hotel, Bauernhof oder Fabrikgebäude handelt.

 

- dulden Sie Schwalben an ihren Wänden?

- akzeptieren Sie das Brutgeschehen der Sommerboten?

- fördern es sogar durch das Aufhängen von Nisthilfen?

- und die Anlage einer Lehmpfütze?

 

Dann sind Sie ein Kandidat für die Auszeichnung "Schwalbenfreundliches Haus". Melden Sie sich einfach

bei Ihrer NABU-Gruppe vor Ort und teilen Sie uns mit, warum Sie die Kriterien eines schwalbenfreundlichen Hauses erfüllen.

 

Kontakt:

NABU Kreisverband Darmstadt e.V.:

Hugo Schnur Tel: 06151 312412 E-Mail: nabu-hugo.schnur@t-online.de
oder

Franz Enders Tel.:06154 6969077

 

Fotomaterial; von NABU / H. Schnur