"Verwaiste" Jungvögel bitte nicht aufnehmen

Helfen Sie nur dort, wo es wirklich notwendig ist!

Jedes Jahr zur Brutzeit häufen sich Fundmeldungen über scheinbar hilflose Jungvögel und andere Tierkinder, die aus dem Nest gefallen sind. Oder aus dem Nest geworfen wurden, weil nicht genügend Futter zu Verfügung steht. Das kann man zurzeit beobachten, wo an manchen Winterfütterungsstellen, also Futterhäuschen und Futtersilos noch jede Menge Vögel ihre Zusatznahrung holen. Das deutet darauf hin, dass es noch nicht genügend Insekten- Futter gibt. Und das sind vielfach die Gründe, wo Jungvögel von den Vogeleltern entsorgt werden.

  

Man sollte Jung- Tiere auf gar keinen Fall gleich aufnehmen, sondern sie an Ort und Stelle belassen.

Mehr zu diesem sehr wichtigen Thema lesen Sie hier.

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Brutzeit ist "Leben & Tod" und das war schon immer so

Eine Jungamsel und eine tote Kohlmeise 


Was tun wenn ich ein Tier gefunden habe?

Erste Tipps zum Verhalten

Als erstes sollte man auf gar keinen Fall in Panik geraten. Das hilft weder dem Tier noch Ihnen.

Immer die Ruhe bewahren.

 

Eigentlich ist es strengstens verboten ein wild lebendes Tier egal welcher Art und Gattung aus der Natur zu entfernen und mitzunehmen. Und besonders in dieser Zeit der vielen Jungvögel die aus dem Nest gefallen sind oder absichtlich heraus geworfen wurden. Hier spielen einige Faktoren eine andere Rolle. Man sollte hier menschliches denken ausblenden. Die Natur handelt völlig anders. Uns erreichen in jedem Jahr viele Anrufe von besorgten Menschen, die ein Tier gefunden haben und jetzt nicht wissen was damit geschehen soll. Unsere Antwort ist meist, lassen sie den Findling dort wo sie ihn aufgenommen haben. Nicht selten befinden sich die Altvögel in seiner Nähe und beobachten ganz genau was los ist. Natürlich sollte man helfen wenn Gefahr besteht durch den Straßenverkehr oder wenn möglicherweise Fressfeinde erscheinen sollten. Wenn dennoch ein Junges verendet oder gefangen werden sollte, regelt das die Natur auf natürliche Weise.

 

Dennoch ein paar Hilfen.

 

Handelt es sich um Fledermäuse jeglicher Art:

 

Bei Fledermäusen ist immer Vorsicht geboten. Hier sollte man besser einen Experten zu Rate ziehen, denn falsche Handhabung führt ganz schnell zum Tod des Tieres. Fledermäuse brauchen spezielle Nahrung, die hat keiner von uns Griffbereit im Kühlschrank stehen. Verstauen Sie das Tier in einem kleinen Kasten mit ein paar alten Tüchern wo sich das Tier hineinkuscheln kann, und wo es etwas dunkel ist. Dann schauen Sie nach einer Kontakt- Adresse und melden den Fund. Schreiben Sie noch einen kleinen Steckbrief von dem Tier, wo, wie, wann. Das war`s.


Handelt es sich um Vögel jeglicher Art:

 

Gleiches gilt auch bei kleinen oder verletzten Vögeln. Allerdings ist anzumerken, dass es sehr viele Jungvögel gibt die vorzeitig das Nest verlassen wollen, oder rausgeschmissen werden. Hier sollte man erst mal Beobachten, ob nicht doch einer der Altvögel in der Nähe ist und Füttern will.

Streunen Katzen in der Nachbarschaft umher, sollte man schon das Tier aufnehmen und an einen sicheren Ort bringen. Hier hat es möglicherweise noch eine Chance. Auch bei Vögeln gilt, unbedachtes Füttern kann zum Tod führen, denn sie sind in der Regel ja Insektenfresser und keine Hackfleisch oder Eierfresser, oder sonst was  Vertilger. Etwas Wasser schadet nicht.

Zu guter letzt, wie oben;

 

Schauen Sie nach einer Kontakt- Adresse und melden den Fund. (siehe weiter unten)

Schreiben Sie noch einen kleinen Steckbrief von dem Tier, wo, wie, wann. Das war`s


Handelt es sich um Igel:

 

Igel sind bekanntlich Nachtaktiv also in den Abendstunden und in der Dämmerung unterwegs. Findet man einen Igel am Tage an einer Straße oder an einem Gefahrenpunkt sollte man ihm schon helfen einen sichern Platz zu finden. Denn da stimmt unter Umständen was nicht mit dem Tier. Bei Igeln sollte man sich ein paar dickere Handschuhe überziehen bevor man ihn anpackt. In der Regel rollt er sich zu einer Kugel zusammen, so ist er leichter zu greifen.

Igel sind oft mit sehr vielen Parasiten befallen da sie in Hecken und Gebüschen umherstreifen und nach Nahrung suchen. Das schadet zwar dem Menschen nicht aber dem Tier. Auch hier gilt wieder wie bei den anderen Tieren, erst mal Beobachten was der Artgenosse macht wie er sich Verhält. Verschwindet er nach einiger Zeit ist die Sache für Sie gelaufen, bleibt er an dem Ort wo Sie ihn hingebracht haben sollte man sich doch überlegen eine Pflegestation um Rat zu bitten.

Auch hier wieder;

 

Schauen Sie nach einer Kontakt- Adresse und melden den Fund.

Schreiben Sie noch einen kleinen Steckbrief von dem Tier, wo, wie, wann. Das war`s


Stachelhäuter suchen Winterquartiere

NABU Hessen gibt Tipps zum Umgang mit Igeln im Herbst

Wetzlar – Für Igel heißt es derzeit „Futtern was das Zeug hält“. Denn bis die Temperaturen dauerhaft um den Gefrierpunkt liegen und sich auch die letzten Tiere zum Winterschlaf zurückziehen, müssen sie sich den notwendigen Fettvorrat anfressen. Viele Igelfreunde fragen sich, was man im Herbst mit aufgefundenen und vermeintlich hilflosen jungen Igeln tun soll. Gerhard Eppler, Landesvorsitzendes des NABU Hessen, rät dazu, die Tiere nicht einfach mitzunehmen: „Jungigel haben im Freiland wesentlich bessere Überlebenschancen, als viele meinen.“ Anhand einiger Tipps erkennen Finder rasch, ob Hilfe nötig ist und wie sie am besten eingreifen können. 

 

Igel gehören zu den bekanntesten und beliebtesten heimischen Tieren überhaupt: Sie sind putzig, wirken behäbig und sind dank ihres Stachelkleides dennoch wehrhaft. Im Herbst suchen sie sich ein behagliches Versteck für ihren Winterschlaf. Als letztes verkriechen sich junge Igel ab Anfang November im Laub. Sie brauchen mehr Zeit als ihre Eltern, um sich ein ausreichendes Winterschlafgewicht anzufressen. Wenigstens 500 Gramm sollte ein junger Igel wiegen, um den ersten Winter aus eigener Kraft zu überstehen. In den kühler werdenden Tagen sind Igel entgegen ihren sonstigen Gewohnheiten auch tagsüber aktiv. „Die Tiere fressen sich ihren Winterspeck an und legen dabei bis zu 50 Gramm pro Woche zu. Die Nächte reichen für die Futtersuche alleine nicht aus“, erklärt der Biologe Eppler. 

 

Eine zu große Sorge um die Stachelhäuter ist allerdings unbegründet. Erst mit einem größeren Kälteeinbruch besteht für untergewichtige oder herumirrende Tiere die Gefahr, für den Winterschlaf nicht ausreichend gerüstet zu sein. Im Zweifel sollte man junge Igel einige Zeit beobachten oder vor Ort mit etwas Hunde- bzw. Katzentrockenfutter, das mit Haferflocken als Ballaststoff vermischt ist, unterstützen. Igel dürfen auf keinen Fall mit Milch gefüttert werden. Der Milchzucker führt bei ihnen zu schmerzlichen Koliken und krank machendem Durchfall. Junge Igel können daran sterben. 

 

Wenn die Bodentemperaturen langfristig auf unter null Grad sinken, ziehen sich Igel komplett zurück. Erst zu dieser Zeit sollten noch herumstreunende Igel, die einen kranken oder untergewichtigen Eindruck machen, aufgenommen und in sachkundige Hände bei Igelstationen abgegeben werden. Fast alle aufgefundenen Igel leiden unter inneren Parasiten, die sich unter Pflegebedingungen sogar vermehren und gegen die sie behandelt werden müssen. Verletzte Igel sind am besten beim Tierarzt oder in einer Igelstation aufgehoben. Die medizinische Behandlung ist in der Regel kostenlos. 

 

Igeln ist am besten mit einer naturnahen Gestaltung des Gartens geholfen. Ein naturfreundlicher Garten bietet nicht nur gute Versteckmöglichkeiten in Laub- und Reisighaufen, sondern mit Regenwürmern, Schnecken und Käfern auch viel geeignete Igelnahrung. Eine selbst gebaute „Igelburg“ bietet den Tieren ein optimales Winterquartier. Sie besteht aus einem einfachen Holzkasten, der mit ausreichend Laub und Reisig überdeckt wird. Für Kinder ist das Bauen einer Igelburg eine spannende Naturschutzaktion.


Hier einige wertvolle Helfer und Ihre Adressen

Junge Fledermäuse in Not

 

Petra Gatz                          Fledermausexpertin

NABU-Hessen                   Tel: 06441 67904 25

oder Hotline:                    01577 415 39 54

 

NEU

Fledermaus-Infotelefon       030 284 984 5000

Erreichbarkeit  von Juni bis August

in den Zeiten Mo. - Fr. 10:00 - 16:00 und 19:00 - 21:00 Uhr 

Download
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Fledermäuse allgemein:

 

Dipl.-Biol. Dirk Diehl

Babenhausen/Langstadt   Tel: 06073 80029

 

Dagmar Göhler

Heppenheim/Bergstrasse   Tel: 06252 77554

 

oder; www.fledermausschutz-suedhessen.de

 

 

Vögel und Greifvögel:

 

Dipl.-Biol. Dirk Diehl   (Greifvögel)(Eulen)

Babenhausen/Langstadt   Tel: 06073 80029

 

Valeria Ehrhardt   (einheimische Singvögel)    Station zur Zeit geschlossen!

Groß-Umstadt/Semd   Tel: 06078 75371             Annahme nur auf Anfrage,

 

Brigitte Schulz-Vetter   (Vögel-Schwalben)      Annahme nur auf Anfrage,

Brensbach   Tel: 06161 2165                                     nur Beratung

 

Frau Dr. Haupt   (Nur Mauersegler)

Frankfurt a.M.   Tel: 069 35351504

 

oder; www.foerderwerk-natur.de

oder; www.wildvogelhilfe.org

 

 

Igel:

 

Annett Fiedler

Heppenheim   Tel: 06252 72637  mobil, 0172 4876976

 

"Pro Igel" Hotline

Tel: 0180 55559551

 

Tasso e.V.

Frankfurt/Hattersheim   Tel: 061 90937300


Es gibt noch einige Ansprechpartner, deren Adressen nur den Geschäftsstellen vorliegen.

Oft wohnen diese außerhalb unseres Betätigungsfeldes.

Hier kann man nur auf Anfrage hilfe und auskunft bekommen.

Den Transport von Tieren muss man selbst organisieren. 


Tierrettungsdienst:         

 

Tel: 0700 952 952 95

oder; E-Mail: kontakt@tierrettungsdienst.eu

oder, www.tierrettungsdienst.eu

 

!!! Achtung !!! Die Bestellung des Dienstes wird kostenpflichtig.